Konzertberichte 2024

Lutherkirche Apolda 2024

Lutherkirche Apolda – unser 125. Karussell Konzert seit 2008

So mancher erklärt uns für verrückt, aber so funktionieren Hobbies nun mal:
 
„Begeisterung und Herzblut!“
 
Karussell – seit ihrer Gründung 1976 Teil meines musikalischen Lebens, begeisterte mich schon während meiner Jugend durch echte, handgemachte Musik und unglaublich tiefsinnige Texte. Einige Male habe ich die „Heroen“ meiner Jugend in Leipzig erlebt. Dann kam das Leben: Arbeit, Familie, Kinder, Verpflichtungen usw. Man setzte andere Prioritäten. Und die „Wende“ tat ein Übriges. Plötzlich gab es nicht nur Karussell nicht mehr. Doch die Musik lebt in uns weiter.
 
Seit sich die Karussell-Rockband wieder gründete und beschloss, aktiv unterwegs zu sein, verfolgen wir ihre Entwicklung und besuchen möglichst viele ihrer Konzerte. Dabei lernen wir im Fanclub „Autostop“ viele verschiedene Menschen und ihre Schicksale kennen.
 
Wir erleben mit, wie die Karussell-Rockband ständig daran arbeitet, nicht nur die alten Hits – die die Fans natürlich in jedem Konzert hören wollen – in die neue Zeit zu transportieren, sondern auch neue Musik zu schaffen. Immerhin veröffentlichen sie gerade ihr zehntes Album (das vierte seit dem Neustart). So kommt es, dass wir sie heute bereits zum 125. Mal besuchen.
 
Unser Ausflugsziel ist die Lutherkirche in Apolda. Bereits vor Beginn des Einlasses diskutieren einige Besucher über das zu Erwartende. Wir kommen miteinander ins Gespräch. Vielen steht die Vorfreude auf das Konzert ins Gesicht geschrieben.
 
Karussell ist inzwischen eine Drei-Generationen-Band. Auch das zehnte Album ist davon geprägt, dass sich jeder der sechs Musiker (und Familienmitglieder) mit Herzblut in die Bandarbeit einbringt. Gemeinsam komponieren und texten sie und bringen ihre Musik auf die Bühne. Fantastisch.
 
Im ersten Teil des Konzertes stellt die Karussell-Rockband ihre neue CD „Unter den Sternen“ mit einigen ausgewählten Titeln vor. Anschließend geben sie auch die besten Hits aus fast 50 Jahren Bandgeschichte zu Gehör.
 
Pünktlich um 20:00 Uhr eröffnet Bandgründer Wolf Rüdiger Raschke mit dem Intro (Als ich fortging) und dem gemeinsam gespielten Titelsong der ersten CD „Entweder-oder“ das Konzert.
 
Die Setliste ist eine bunte Mischung aus allen Alben mit dem Fokus auf „Unter den Sternen“.
Heute gibt es aus dem Album:
„Edens Traum“,
„Unter den Sternen“,
„Spätsommer“,
„Wenn´s darum geht“ und
„Schwarzes Theater“
(Ein Hammerlied – kritisch und dem Zeitgeist entsprungen. Jan Kirsten stellt es selbst vor. Mir fehlt leider in der Liste Jan Kirstens Lied „Wenn es hart wird“ von der CD „Erdenwind“, weil es noch immer eine sehr wichtige Botschaft in die Welt trägt.) Gern hätte ich auch noch weitere Titel der aktuellen CD gehört. Aber ich weiß natürlich, dass wir nicht bei „Wünsch dir was“ sind.
 
Zurück zum Konzert:
Die glockenhelle Stimme von Urgestein „Oschek“ Reinhard Huth harmoniert wieder wundervoll mit der des Frontmannes Joe Raschke, wenn sie die großen Karussell-Hits singen.
 
Pure Begeisterung macht sich im Publikum breit, als Moritz Pachale im „Verrückter Vormittag“ mit einem grandiosen Solo brilliert.
 
Seinem großen Vorbild „dem sächsischen Barden“ verschrieben, zelebriert Joe das Mundharmonikaspiel bei „Bruder Blues“. Mit dem Lied „Meine Stadt“ setzt er seiner Heimatstadt Leipzig ein Denkmal.
 
Ein nächster Höhepunkt folgt mit Joes Mundharmonikasolo bei „Autostop“. Hier kommen dann die jeweils anwesenden Vertreter des Fanclubs „Autostop“ mit eigenen Kreationen (Ortsschildern und Schals) zum Einsatz und bedanken sich symbolisch bei der Band.
 
Weiter geht’s mit Höhepunkten … Natürlich darf am Schluss d i e Karussell – Hymne nicht fehlen. Gemeinsam singt das Konzertpublikum – animiert von Joe und begleitet von der Band – „Als ich fortging“. Das ist immer wieder ein Gänsehautmoment.
 
Kirchenkonzerte haben eine spezielle Aura. Das spüren wir auch heute wieder. Das Publikum – zunächst zurückhaltend und erwartungsvoll dabei – steigert im Laufe des Konzertes die Begeisterung bis zu Standing Ovation am Schluss und der Forderung nach Zugaben, die die Band mit „Gelber Mond“ und „Nachtkind“ sehr gern erfüllt.
 
Nach dem Ende des Konzertes sind die „Jungs“ – wie immer – für das Publikum zur Stelle, um alle Wünsche nach Unterschriften, Gesprächen und gemeinsamen Fotos zu erfüllen. Auch hier liegt die Begeisterung über das eben Erlebte noch in der Luft. Besonders die Titel aus dem neuen Album werden sehr positiv angenommen, worüber sich die Musiker besonders freuen.
 
Resümee des Abends: ein total gelungenes Konzert, das beim Publikum Begeisterung und glücklich strahlende Augen hinterlässt und uns mit Sicherheit noch viel weitere Konzerte besuchen lässt.
 
Kerstin Kühn

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