Songtext: Ein Leben lang

Komposition: Jochen Hohl, Text: Kurt Demmler, Musik- und Tonregie: Siegbert Schneider
Produktion: Karl Heinz Ocasek (1980)
veröffentlicht auf der LP „Das einzige Leben“ (AMIGA 855 786)
 
Große Kinderaugen, Abenteuer, Wild,
jedes kleine Abziehbild.
Alles was man sieht, sieht man zum ersten Mal.
Keiner kennt noch Zeit und Zahl.
 
Doch allmählich mit den Jahren, da hat man erfahren
alles was im Leben etwas wiegt.
Und zuerst da liebt man das, was man nie bekommen kann.
Und zu letzt da liebt man was man kriegt.
 
Oh, ein Leben lang – auf der ausgetretenen Bahn,
täglich gleicher Trott und Tran.
Oh, ein Leben lang – alles fertig, alles klar
was noch sein wird, alles war.
 
Tausend Scheidewege sieht man noch als Kind.
Später sieht man keinen mehr.
Da geht nur noch ein Weg und den geht man fort,
so auf Nimmer Wiederkehr.
 
Eine Lehre, ein Beruf, langsam wächst der Pferdehuf
und klebt also fest an einer Stadt.
Eine Sehnsucht, ein Beschluss, eine, die man nehmen muss
und die man bis an das Sterben hat.
 
Oh, ein Leben lang – auf der ausgetretenen Bahn
täglich gleicher Trott und Tran.
Oh, ein Leben lang – alles fertig, alles klar
was noch sein wird, alles war.
 
Von der ganzen weiten Welt, blieb mir ein schmales Feld,
das ich mühsam grab und die Sorge um das Geld.
Und ich horte, was ich hab, lang das ich was gab.
Alles ist bestellt und gebrochen ist der Stab.
 
Oh, ein Leben lang – auf der ausgetretenen Bahn
täglich gleicher Trott und Tran.
Oh, ein Leben lang – alles fertig, alles klar
was noch sein wird, alles war.
 
 
Hinweis: Der hier aufgeführte Text wurde von den Originalaufnahmen abgehört. Der Fanclub übernimmt keine Verantwortung für die Richtigkeit.
 

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